Maßnahmen Infrastruktur
Eine gut funktionierende Infrastruktur ist eine Grundvoraussetzung für eine positive Entwicklung eines Landes. In Nepal muss in vielen Bereichen die Situation der Bevölkerung verbessert werden, beginnend mit Schulbauten als Voraussetzung für einen regulären Schulunterricht und der Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Oftmals scheitern aber solche Investitionen, weil an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbeigeplant wird.
Immer wenn es die finanzielle Lage unseres Vereines erlaubt oder wenn uns große Einzelspenden zur Verfügung stehen, investiert die DNH in Baumaßnahmen.
So wurde z.B. in Sanaitha - Siraha die Errichtung einer kleinen Siedlung, bestehend aus 14 Doppelhäuschen, gefördert. Die in dieser Gegend in unvorstellbarer Armut lebenden Dalits (Kastenlose) haben jetzt eine feste Bleibe.
Die DNH unterstützt insgesamt 10 Schulen in Nepal. Ein Großteil dieser Schulen wurde von der DNH gebaut, bzw. renoviert und erweitert. So konnten im Jahr 2006 zwei Schulneubauten eingeweiht werden, die von der DNH mit Hilfe großzügiger finanzieller Unterstützung durch die Stiftung „Wasser für die Welt“ errichtet wurden:
- die Shree Sanaitha Grundschule in Siraha-Distrikt im östlichen Terai
- die Shree Liliakali Grundschule im Dhading-Distrikt.
Sauberes Trinkwasser - für uns Normalität, in Nepal eine Seltenheit. Die DNH hilft Dorfgemeinschaften Brunnen einzufassen, Reservoire zu bauen und kilometerlange Wasserleitungen zu legen. Dadurch werden Kindersterblichkeit und viele durch Wasserverunreinigungen bedingte Krankheiten verringert. Frauen und Kinder, die zuvor das kostbare Nass oft in stundenlangen Märschen herbeischaffen mussten, können ihre Zeit jetzt sinnvoller nutzen.
Die DNH fördert Trinkwasserprojekte, die in eigener Regie und sozialer Verantwortung der Dorfbevölkerung durchgeführt werden. Es wird darauf geachtet, dass die Dorfgemeinschaft die Wasserverteilung und die Wartung der Trinkwasseranlagen regelt. Dies geschieht in der Regel über einen kleinen Wasserzins, mit dem Wartung und Reparaturen beglichen werden können. Von der DNH geförderte Trinkwasserprojekte sind z.B. in Lamidanda und Dhading. Einige dieser Projekte wurden von der Stiftung „Wasser für die Welt“ finanziell großzügig unterstützt.
Viele unserer Infrastrukturmaßnahmen werden von Umwelterziehungscamps begleitet. Ziel solcher ECCA-Camps (Environmental Camps for Conservation Awareness) ist die Auseinandersetzung mit der problematischen Beziehung "Mensch und Natur", Schutz und Bewusstsein für die Umwelt, Abfallkompostierung, Papierrecycling, die Benutzung alternativer Energien, Gesundheit und Hygiene, die Gewinnung und Erhaltung sauberen Trinkwassers.
Je nach Alter der teilnehmenden Schüler wird nicht nur theoretisches Wissen vermittelt. Es wird versucht, das erworbene Wissen durch Spiele, Exkursionen und ein konkretes kleines Projekt praktisch umzusetzen. In einer abschließenden Diskussionsrunde werden Lehrer, Eltern und dörfliche Meinungsführer in die Aufklärungsarbeit mit einbezogen.



