Soziale Maßnahmen
Soziale Randgruppen und Angehörige der unteren Kasten haben es in Nepal besonders schwer.
Ein bis vor wenigen Jahren noch seltenes Bild ist die zunehmende Anzahl streunender, obdachloser Kinder, die sich mit Betteln, Müllsammeln oder noch Schlimmerem ihr Brot verdienen. Frauen und ihre Kinder, die von zu Hause verstoßen wurden, sind so gut wie chancenlos. Die Probleme in diesem Sektor sind sehr vielschichtig.
Die DNH unterstützt in diesem Bereich vor allem 2 Projekte:
- Children Nepal in Pokhara und
- PIN = "People in need", Kathmandu, Kalimati
PIN = "People in need", Kathmandu, Kalimati
1993 wurde von sechs nepalischen Frauen die Idee geboren, für die sogenannten Straßenkinder etwas zu tun. Seit 1994 ist PIN eine eigenständige Einrichtung, dessen Mädchenhaus zu hundert Prozent von der DNH unterstützt wird. Das Projekt nimmt sich speziell der Mädchen an, die
- in Slums wohnen,
- elternlos sind,
- obdachlos herumstreunen,
- von ihren Familien verstoßen wurden oder
- weggelaufen sind.
PIN unterhält ein Haus im Bezirk Kalimati, in dem bis zu 40 Mädchen ein Zuhause haben, unterrichtet und versorgt werden. Mit Hilfe der DNH und dem Nachlass von Carmen Weiss konnte das Haus 2006 gekauft worden. Es trägt zu Ehren der Hauptsponsorin seither den Namen „Carmen-Weiss-Haus).
Größere Mädchen werden zum Schulbesuch herangeführt und lernen darüber hinaus hauswirtschaftliche und handwerkliche Kenntnisse (Nähen, Stricken, Weben usw.), so dass sie in der Lage sind, durch Verkauf ihrer hergestellten Artikel ein Taschengeld zu verdienen. PIN ist sehr daran interessiert, dass der Kontakt mit den Eltern erhalten bleibt, bzw. gesucht wird. Resozialisierung, Familienzusammenführung, Hilfe und Beratung der Eltern hinsichtlich ihrer Probleme stehen hinter der Arbeit mit den Kindern.
In Nepal haben viele tibetische Flüchtlinge Zuflucht gefunden. Sie leben teilweise immer noch in Flüchtlingslagern, so z.B im Lager Tashiling in Pokhara. Die DNH finanziert die Renten von Tibetern, die keine Angehörigen haben. Sie wird dabei seit 2006 von der Werner und Gretchen Neumann Stiftung großzügig finanziell unterstützt.



